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Es ist für mich bei meinen Besuchen in den Pfarreien immer wieder beeindruk- kend, wie viele Ehrenamtliche sich in den unterschiedlichsten Bereichen der Pfarrgemeinde engagieren, vor allem auch für die Gemeindecaritas. Sie verwirk- lichen mit ihrer inneren Teilnahme am Geschick und Leben der Mitmenschen den Weg der Pfarrgemeinde zu den Armen, Bedrängten und Benachteiligten. Mit dieser Erfüllung ihres Firmungsauftrags bezeugen sie eine missionarische Kirche. Gerade in einer Zeit, in der nicht wenige Religion zur Privatsache erklären wollen, setzt die praktizierte Nächstenliebe ein Zeichen gegen die Entsolidarisierung und Isolation in der modernen Lebenswelt. Für den Nächsten engagierte Christen be- zeugen, dass die Kirche nicht für sich selbst da ist, sondern für die Welt. Wir schulden der Welt das Evangelium vom Reich Gottes. Gott selbst ist es, der im Notruf der Menschen und in den Zeichen der Zeit an die Türen der Pfarreien klopft und uns auf den Weg schickt, damit wir seine Mission in dieser Welt nicht ver- schlafen. Gerade das soziale Engagement von uns Christen ist das, was uns gegenüber Außenstehenden glaubwürdig macht. Oft finden Menschen durch empfangene Hilfe einen neuen Zugang zu Glaube und Kirche. Unsere Pfarreien dürfen die Sorge für den in Not geratenen Menschen nicht aus- sparen oder delegieren. Man muss vor Ort sehen können, wovon in Predigt und Katechese die Rede ist. Eine lebendige Gemeindecaritas wird den alltäglichen Nöten und Sorgen der Menschen begegnen und in der Pfarrei einen Platz geben. Es gilt die Gemeindecaritas in unserer Diözese weiter zu entwickeln. Im Sinne einer kooperativen Pastoral auf Ebene der Pfarreien, Seelsorgeeinheiten und De- kanate müssen Ehrenamtliche und Hauptamtliche gemeinsam mit viel Sensibili- tät, aber auch mit viel Engagement und Phantasie den neuen Herausforderungen begegnen. Ich begrüße und unterstütze die "Initiative Gemeindecaritas", damit sich unsere Pfarreien erweisen als eine Gemeinschaft der in Christus Angenommenen und Annehmenden, in der Schwache und Starke, Gesunde und Kranke, Nichtbehin- derte und Behinderte miteinander leben und sich gegenseitig mit der Gabe die- nen, die sie empfangen haben.
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