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Stand: 23.09.2014

Rom

Papst-Akademie will Lebensschutz weiter fassen

Vergangene Woche kam die Akademie im Vatikan zu ihrer ersten Jahresversammlung nach einem organisatorischen und personellen Umbau durch Papst Franziskus zusammen. Thema des dreitägigen Treffens war die Begleitung der unterschiedlichen Lebensphasen im Technologiezeitalter. Neben Fortpflanzung, Elternschaft und Lebensende ging es auch um einen veränderten Lebensbegriff, Leistungsdenken und sozialethische Fragen.

Der Akademiepräsident kündigte an, die Akademie werde künftig über medizinisch-ethische Fragen hinaus einen weiteren Themenkreis abdecken und entsprechende Fachkompetenzen einbeziehen. Das Nachdenken über das menschliche Leben müsse der Rolle neuer Technologien und vielfältigen sozialen Faktoren Rechnung tragen.

Papst Franziskus wünsche, dass die Akademie ein "Ort des Dialogs und der Auseinandersetzung" werde. Dazu wolle sie Partner aus allen Kulturen und Religionen einbinden, so Paglia.

Franziskus hatte der Akademie für das Leben im vergangenen November ein neues Statut gegeben. Betätigungsfelder sind demnach nicht mehr nur "die Förderung und der Schutz des menschlichen Lebens", sondern auch Geschlechter- und Generationenforschung sowie individuelle Schutzrechte, eine "Humanökologie" und das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt.

Das Institut zählt 45 ordentliche Mitglieder, die vom Papst auf fünf Jahre ernannt wurden, sowie 87 korrespondierende Mitglieder, 13 Jungwissenschaftler und vier Ehrenmitglieder aus insgesamt 37 Ländern. Zu den ordentlichen Mitgliedern zählt der deutsche Arzt und Theologe Manfred Lütz.