„Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“: Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann präsentiert die Caritas Jahreskampagne 2026. (Foto: Sonja Och)
Regensburg. "Menschsein gelingt nicht im Alleingang", sagte Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann im Diözesanzentrum Obermünster in Regensburg. Er begrüßte dort rund 150 Gäste zum Neujahresempfang der Caritas im Bistum Regensburg. "Zukunft entsteht dort, wo Menschen einander begegnen."
Die Gäste im Diözesanzentrum verkörperten die Vielfalt der Caritas: Gekommen waren Führungskräfte und Mitarbeitende aus allen Bereichen der caritativen Arbeit, den Krankenhäusern und Kindertageseinrichtungen, den Pflegeheimen und Sozialstationen, den Beratungsdiensten und Fachambulanzen für Suchtprobleme, den Schulen für die Ausbildung in der Pflege oder in der Erziehung.
350.000 Menschen in der Diözese Regensburg unterstützt die Caritas jedes Jahr mit ihren Hilfen, Diensten und Einrichtungen. Wie blickt der Verband ins neue Jahr? "Wir spüren, dass die Welt unruhig ist. Kriege enden nicht mit dem Jahreswechsel und Leid kennt keine Feiertage", sagte Weißmann. "Mit dieser Lebenswirklichkeit stehen wir heute hier. Nicht um Probleme aufzuzählen, sondern um bewusst innezuhalten."
Dieses Innehalten geschehe nicht losgelöst von der Welt, sondern mitten in ihr. "Im Vertrauen darauf, dass unser Tun mehr ist als Organisation und Einsatz. Es lebt aus einer Hoffnung, die größer ist als wir selbst." Deshalb sei dieser Neujahrsempfang mehr als ein formeller Termin. "Er verbindet Rückblick und Ausblick. Er hilft uns, uns zu vergewissern, was uns trägt. Und er richtet unseren Blick nach vorne: Gemeinsam."

(Foto: Sonja Och)
Die Jahreskampagne 2026 der Caritas in Deutschland greift diese Haltung auf. Sie steht unter dem Motto "Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen." Sie wirbt für das Gegenmodell einer sich spaltenden und polarisierenden Gesellschaft und antwortet auf eine Zeit, in der Unterschiede betont und Generationen gegeneinandergestellt werden. "Wir setzen bewusst einen anderen Akzent", sagte Weißmann. "Zukunft gelingt nur gemeinsam, mit Erfahrung und Neugier, mit Erinnern und Aufbruch, mit Vertrauen zwischen den Generationen."
Mitglieder des Vorstands und des Caritasrates beim Neujahresempfang 2026 (v.li.): Dr. Clemens Prokop, stellvertretender Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes, Domkapitular Michael Dreßel, Diözesan-Caritasvorsitzender, Gertrud Enzinger, Vorstandsmitglied, Michael Weißmann, Diözesan-Caritasdirektor, Nicolas Scheidler, Caritasrat und Vorstand Kreis-Caritasverband Straubing, Msgr. Pfarrer Johannes Hoffmann aus Straubing, Caritasrat. (Foto: Sonja Och)
Dieses Miteinander geht über die eigenen Grenzen hinaus. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine steht die Caritas Regensburg in enger Verbindung zur Caritas in der Partnerstadt Odessa. "Der Krieg ist dort Alltag", sagte Weißmann. Die Caritas in Odessa hält dagegen. An insgesamt fünf Standorten hilft die Caritas den Menschen vor Ort. Der Diözesan-Caritasverband Regensburg hat 5.000 Euro für dringend benötigte Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Die Mittel dienen unter anderem der Versorgung mit Strom und Energie. Weißmann: "Das ist Caritas: Nah dran, konkret und verlässlich."
Musik, die verbindet, präsentierte beim Caritas Neujahrsempfang das Musikerduo Steffi Heelein und Boris Rusakov. Heelein ist diplomierte Musikerin, Boris Rusakov Musiker und Pianist. Er kommt aus der Ukraine und lebt seit vielen Jahren in Regensburg.
In dieser Weise eingestimmt blickt die Caritas trotz gesellschaftlicher Krisen und Herausforderungen mit Zuversicht in das Jahr 2026 - getragen von Gemeinsinn.
Das ist die Caritas in der Diözese Regensburg
Der Caritasverband für die Diözese Regensburg engagiert sich seit über 100 Jahren für Menschen in Not und ist Spitzenverband für caritative Einrichtungen und Dienste. In diesem Verbund unterstützt die Caritas in der Diözese Regensburg jährlich rund 350.000 Menschen in rund 900 Einrichtungen und Diensten mit fast 26.000 Mitarbeitenden und über 10.000 ehrenamtlich Engagierten. In nahezu allen sozialen Bereichen - von der Kinder- und Jugendhilfe über die Gesundheits- und Altenhilfe bis hin zur Begleitung und Beratung von Menschen in Krisensituationen - setzt sich die Caritas für ein solidarisches Miteinander und die Stärkung des Sozialstaats ein.