
(Foto: H.C. Wagner)
Regensburg - Der Tod der 49-jährigen Andrea im Februar kam viel zu früh, war aber aufgrund einer fortgeschrittenen Krebserkrankungen unausweichlich. "Sie war sehr mutig und hat uns alle bis kurz vor ihrem Tod noch getröstet", erzählt ihre Schwester Martina Stelzl beim Besuch im Caritas Marienheim in der Ostengasse. Dort untergebracht ist auch die Wohngruppe St. Rita, eine Einrichtung der Caritas Regensburg für Frauen in besonderen Lebenslagen. Martina Stelzl hat eine Spende über 1.000 Euro und einige Leckereien für die Schützlinge von Einrichtungsleiterin Karin Haubenschild im Gepäck.
Die Geldspende stammt aus einer Spendenaktion, die Freunde und Bekannte der verstorbenen Friseurin Andrea gestartet hatten, nachdem sie aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr ihrem Beruf nachgehen konnte und kein Einkommen mehr hatte. Nach dem Tod war noch Geld übrig, und die Familie, Schwester Martina mit ihrem Mann und zwei Töchtern sowie die Eltern, entschieden demokratisch, wo es hingehen sollte. Die Wahl fiel dabei auch auf die Wohngruppe St. Rita.
Für die Bewohnerinnen der Caritas-Einrichtung sind die 1.000 Euro sehr viel Geld. "Wir können damit kleine Anschaffungen ermöglichen, einen Ausflug zusammen mit unseren Ehrenamtlichen machen, einen Brillenzuschuss leisten oder - wie vor kurzem - einen Fahrtkostenzuschuss zu einer Beerdigung oder zu einer Familienzusammenführung einer Mutter, deren Kind am Chiemsee lebt, beisteuern", erzählt Karin Haubenschild aus dem Alltag. Die Spende und auch die Knabbereien-Tüte kamen gut bei den Bewohnerinnen an. Eine hat als Dank drei Engel für die Familie der verstorbenen Andrea gebastelt.