
Am 21. Juli 2026 wurde des bundesweiten Gedenktags für verstorbene Drogengebrauchende begangen. Auch die Caritas Fachambulanzen für Suchtprobleme in Amberg, Dingolfing, Kelheim, Regensburg, Schwandorf und Weiden, veranstalten jährlich dazu Gedenkveranstaltung. Unter dem gemeinsamen bundesweiten Motto "Verändern, um Leben zu retten!" wird der Menschen gedacht, die infolge des Konsums illegalisierter Drogen verstorben sind.

Dieser Gedenktag erinnert seit 1998 jährlich an die vielen tausend Todesopfer von Drogenkonsum in Deutschland. Gleichzeitig macht er auf die Lebenssituation substanzgebrauchender Menschen aufmerksam und fordert wirksame Maßnahmen zur Prävention, Schadensminderung und Versorgung. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch - mit einer eigenen Geschichte, mit Angehörigen, Freundinnen und Freunden, die trauern.
Die regionalen Veranstaltungen am 21. Juli 2026 schufen Raum für stilles Gedenken, Austausch und Information. Neben dem Erinnern an die Verstorbenen wurde auch auf aktuelle Herausforderungen in der Suchthilfe hingewiesen. Dazu zählen unter anderem steigende Risiken durch verunreinigte Substanzen, soziale Ausgrenzung, fehlende Hilfsangebote sowie der anhaltende Stigmatisierungsdruck für Betroffene.

Mit dem Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende wird zugleich ein gesellschaftliches und politisches Signal gesetzt: Drogenabhängigkeit ist keine moralische Frage, sondern eine gesundheitliche und soziale Herausforderung. Notwendig sind niedrigschwellige Hilfen, akzeptierende Drogenarbeit, Präventionsangebote sowie eine verlässliche Unterstützung für Betroffene und ihre Angehörigen.
Die Caritas Suchthilfe lud die Öffentlichkeit, Fachkräfte, politische Vertreterinnen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, am Drogentotengedenktag 2026 teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen für Mitmenschlichkeit, Solidarität und Verantwortung zu setzen.