Klara (VMG) und Marie (PRMZ) an den Bassgitarren – seit vielen Monaten proben die Schüler des VMG und des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums gemeinsam. Sie fiebern dem Aufritt bei Rock’n Roses in der Alten Mälze entgegen.VMG Regensburg/Tanja Kraus
Die Bandkooperation zwischen Von-Müller-Gymnasium (Kingfisher) und Pater-Rupert-Mayer-Zentrum (Firebirds) entstand im Rahmen eines P-Seminars am Gymnasium. Außerdem auf der Bühne sind Kulturförderpreisträger und Vollblutmusiker Joseph Wasswa und die Vincent Drums. Der Eintritt kostet 5 Euro. Einlass ist ab 15 Uhr.
"Inklusion", so heißt das P-Seminar der Schüler am Von-Müller-Gymnasium (VMG), das mit "Rock’n Roses" seinen Abschluss findet. Zusammen mit Schülern des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums organisieren und proben die Gymnasiasten seit Februar als gemeinsame Band für die bevorstehenden Konzerte. Das erste Konzert fand im Rahmen des Sommerfests am VMG statt. Ein intensiver Probentag in der Musikakademie Alteglofsheim stärkte die Bindung der Schüler beider Schulen weiter. "Wir möchten mit Musik ausdrücken, dass Menschen mit Behinderung dasselbe Recht auf Teilhabe in der Gesellschaft haben wie nichtbehinderte Menschen", sagen die Schülerinnen. Die Zuhörer sollen sehen und hören, dass man körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen offen und ohne Vorurteile begegnen kann.
Veranstalter des Konzerts sind die Katholische Jugendfürsorge (KJF) der Diözese Regensburg e.V. und der Diözesan-Caritasverband Regensburg. "Wir haben das Projekt vor fünf Jahren gemeinsam gestartet, weil Kreativität und Musik Grenzen überwinden können", sagt Marcus Weigl, Sprecher der Caritas Regensburg. In der Musiksession begegnen sich alle, Musiker wie Zuhörer, völlig unkompliziert und ungezwungen. Die Alte Mälze in Regensburg biete dafür beste Rahmenbedingungen. "Ich war sofort von der Idee begeistert und bereit, unsere Räume hierfür zur Verfügung zu stellen", sagt Mälze-Geschäftsführer Hans Krottenthaler. Der Eintritt zum Konzert kostet 5,– Euro. Den Reinerlös wollen die Schüler für soziale Zwecke spenden.
Zusatzinfo zu "Rock’n Roses":
Die Idee zu "Rock’n Roses" stammt aus dem Jahr 2011. Der Caritas-Jahreskampagne "Kein Mensch ist perfekt!" folgend, entwickelten Caritas und Katholische Jugendfürsorge dieses Musikprojekt. Junge und alte Musiker mit und ohne Behinderung wirken daran mit. Der Termin des Konzerts ist immer nahe am Namenstag der Heiligen Elisabeth (19. November). Sie gilt als Patronin der Caritas und wird meist mit einer Rose dargestellt. Deshalb lautet der Name des Projekts auch "Rock’n Roses". 2013 wurde es von Bezirkstagspräsident Franz Löffler mit dem Oberpfälzer Inklusionspreis ausgezeichnet.