Caritas-Abteilungsleiter Dr. Robert Seitz gratuliert Elfriede Biedermann zu ihrem 102. Geburtstag.Caritas Regensburg
Am 28. Oktober 1914, drei Monate nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde Elfriede Biedermann als jüngstes von sechs Kindern geboren. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie zusammen mit ihrer Familie in Eger im Egerland. Nach 1945 wurde sie aus ihrer Heimat vertrieben. Zusammen mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern flüchtete Elfriede Biedermann nach Regensburg. In Sinzing fand die vierköpfige Familie Zuflucht in einer 14 Quadratmeter Wohnung. Um in ihrer neuen Heimat über die Runden zu kommen, arbeitete Biedermann für damals 40 Pfennig in der Stunde auf einem nahegelegenen Bauernhof.
Heute ist die Jubilarin glücklich mit ihrem Zuhause im Friedheim. Auch ihre Schwester hat hier einen Platz gefunden. Vor ihrem Einzug lebte Elfriede Biedermann im Stadtwesten von Regensburg. Im Friedheim fühlt sie sich wohl und hat Anschluss in der Bewohnergemeinschaft. Ihre große Familie besucht die fünffache Oma und Uroma regelmäßig. Die Familie ist für die rüstige Rentnerin heute das wichtigste. Mit Witz und Leidenschaft schreibt sie auch spannende Artikel für die Heimzeitung. Sie lebt nach dem Motto: "Immer aktiv bleiben, immer nach vorn schauen und von Rückschlägen nicht entmutigen lassen". Mit von der Partie ist die 102-jährige auch, wenn die Bewohner gemeinsam Karten spielen. Die Friedheim-Bewohnerin hat in ihrem Leben bereits viel durchgemacht. Mit ihrer positiven Einstellung hat sie aber auch so manches erreicht.
Zu ihrem Geburtstag gratulierten neben den Bewohnern auch Dr. Robert Seitz, Abteilungsleiter bei der Caritas, und Regensburgs Sozial-Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Besonders freute sich die Jubilarin jedoch über ein Halstuch aus Seide von Ministerpräsident Horst Seehofer. Es hatte genau die Farben, die sie sich schon lange wünschte. Zum Abschluss der Feier gönnte sich das Geburtstagskind dann noch ein Gläschen Sekt mit Orangensaft.