Zusammen mit den Erzieherinnen hatten die Kinder des Kindergartens St. Martin ein großes Herz aus den roten Caritas-Geschenketaschen geformt. Caritasdirektor Michael Weißmann (3.v.r.) war zusammen mit Praktikantin Melanie Breisamter vom „TagNachtHalt“ (l.) und Caritas-Fachberater Christian Hierold (2.v.l.) in den Kindergarten von Leiterin Elke Rauscher (2.v.r.) und Erzieherin Lydia Heyn gekommen, um die gefüllten Taschen zu übernehmen. Kichenpfleger Ludwig Eichenseer (3.v.l.) und Ludwig Riedlberger (4.v.l.) vom Sinzinger Caritas-Sachausschuss halten die Tradition hochH. C. Wagner
Regensburg/Sinzing - Im Sinzinger Kindergarten St. Michael gibt es vier Gruppen: eine grüne, eine blaue, eine gelbe und eine rote. Wenn sich der Heilige Abend nähert, eint Kinder, Kindergärtnerinnen und Eltern farbübergreifend eine ganz besondere Sache: Vierzehn Tage lang werden fleißig Stofftaschen mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln gepackt. Diese roten Geschenktaschen mit der Aufschrift "Herzeugnisse" werden dann am Heiligen Abend in der Fürstlichen Notstandsküche an einsame und bedürftige Menschen verteilt. Caritasdirektor Michael Weißmann kam mit seinem Team nach Sinzing, um die 84 Taschen abzuholen.
34 Kinder hatten sich ganz stolz um die zu einem riesengroßen Herz formierten Geschenktaschen platziert, um den Besuchern von der Caritas ihr Werk zu präsentieren. Direktor Weißmann war zusammen mit Melanie Breitsamter, Praktikantin in der Caritas-Obdachlosenunterkunft TagNachtHalt, und Christian Hierold, Caritas-Fachreferent für Menschen in besonderen Lebenslagen, mit dem NOAH-Mobil, einem großen Transporter, über die Donau gekommen. Empfangen wurden sie von den Buben und Mädchen in der Bewegungshalle des Kindergartens in der Adolph-Kolping-Straße. Erzieherin Lydia Heyn und Kindergartenleiterin Elke Rauscher hatten gemeinsam mit ihren Zöglingen alles für den großen Fototermin vorbereitet. Kirchenpfleger Ludwig Eichenseer und Ludwig Riedlberger vom Sinzinger Caritas-Sachausschuss hatten die Packaktion wie immer begleitet. Seit 2009 unterstützt die Pfarrei im jährlichen Wechsel mit dem Kindergarten den Caritasverband bei dieser Tradition.
"An Heiligabend nicht allein" lautet seit den 1970-er Jahren das Caritas-Angebot für Obdachlose, Alleinstehende und Bedürftige, am 24. Dezember der Einladung in einen Gottesdienst zu folgen. Zelebriert wird die Heilige Messe vom Caritas-Vorsitzenden Domkapitular Michael Dreßel mit der Unterstützung von Caritasdirektor und Diakon Michael Weißmann in der Basilika St. Emmeram. Nach der kirchlichen Feier folgt ein gemeinsames Essen in der Fürstlichen Notstandsküche, dem Speisesaal der ehemaligen Benediktinerabtei St. Emmeram. Der Gottesdienst ist öffentlich für alle, für die Mahlzeit wurden über das Beratungszentrum der Caritas und über die Obdachlosenunterkunft "TagNachtHalt" in der Landshuter Straße Eintrittskarten verteilt. Nach Singen und Gebet mit Bischof Rudolf Voderholzer servieren er, Domkapitular Dreßel und Diakon Weißmann sowie Mitglieder der Fürstlichen Familie von Thurn und Taxis ein Dreigang-Menü. Zum Abschluss des Nachmittages finden die gepackten Stofftaschen ihren Einsatz: Neben Weihnachtsgebäck und Stollen bekommen alle Gäste eine rote, mit viel Herz gepackte Tasche mit auf ihren Weg.