Regensburg (cn). „Wir haben wohl eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Doch so unterschiedlich der Reichtum in unserer Gesellschaft verteilt ist, so verschieden ist auch die Teilhabe an diesem System.“ Das sagt der neue Regensburger Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz mit Blick auf die bevorstehende Frühjahrssammlung der Caritas. „Spenden Sie Zukunft!“ Das ist das Motto der Caritas vom 4. bis 10. März. Mehr als 6.000 Sammlerinnen und Sammler gehen dann in Pfarreien und Städten von Haus zu Haus oder auf die Straßen, um für die Arbeit der Caritas Geld zu sammeln. Jeder Cent kommt ohne Umwege hilfsbedürftigen Menschen zugute.
Die Statistik der Deutschen Rentenversicherung belegt: Armut macht Menschen kränker. Billiglöhne, Niedrigrenten oder dauerhafter Bezug von Hartz IV-Leistungen können zu schweren Gesundheitsschäden führen; im schlimmsten Fall zum vorzeitigen Tod. Unverschuldet oder verschuldet geraten Menschen auch in unserer Region in soziale Notlagen. Dann ist die Caritas da. Sie stärkt Menschen durch Rat und Tat.
„In unseren Beratungsstellen suchen wir gemeinsam mit den Menschen in sozialen Notlagen einen Weg aus der Misere“, sagt Batz. Die Menschen gewinnen so wieder Selbstwertgefühl und sehen neue Perspektiven für ihr Leben. Oft sind es konkrete Unterstützungen wie der Kleiderladen oder die Hilfe bei der Erstausstattung für das neue Baby; oder wenn der Behördenbrief Rätsel aufgibt, Konflikte in der Familie eskalieren oder der Schuldenberg wächst. Es gebe auch in unserer Region Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, für sich zu sorgen. Dann ist die solidarische Gesellschaft gefragt, diese in die Mitte der Gesellschaft zurückzuholen.
Caritas: Für jede Not ein Hilfsangebot
„Niemand geht mit seiner Not gerne hausieren“, so der Diözesan-Caritasdirektor. Die Caritas engagiere sich für die Menschen am Rande, in zahlreichen Projekten, in Pfarrei und Verband, und das nicht nur materiell. Viele haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich täglich mit viel Herz und Phantasie um Menschen in verschiedenen Notlagen. Mit den Sammlungsgeldern fördert die Caritas diese Initiativen und Hilfsprojekte in der Region. Die Einrichtungen und Dienste des Caritasverbandes reagieren professionell und mit flexiblen, schlanken Strukturen auf die Nöte der Zeit.
Nur eine solidarische Gesellschaft ist gerecht
Ohne Spenden könnten von der Caritas viele zusätzliche Hilfen und Dienste nicht mehr erbracht werden; vor allem solche, für die es keine oder immer weniger öffentliche Mittel gibt, wie die Obdachlosenhilfe, Sozialberatung, Hilfen für Menschen mit Behinderung und Ältere oder schnelle Hilfe bei Katastrophen. „Es kann nicht sein, dass am Ende die Schwächeren in unserer Gesellschaft mehr tragen müssen als die Starken“, sagt Batz.
Vertrauen und Transparenz
40 Prozent der Sammlungsgelder bleiben in den Pfarreien für karitative Arbeit. Die anderen 60 Prozent gehen an die örtlichen Caritasverbände, Einrichtungen und caritative Initiativen. Der Umgang mit Spenden unterliegt ständigen Prüfungen durch die Bischöfliche Finanzkammer, den Bundes- und Landesrechnungshof, die Kommunen und unabhängige Prüfgesellschaften. Sammlungsgelder sind zweckgebunden. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat festgestellt, dass die Caritas mit dem niedrigsten Satz an Verwaltungskosten auskommt.
Sammlerinnen können sich ausweisen
Jeder Sammler hat eine von der Pfarrei abgestempelte Sammelliste, die als Legitimation dient. Die Sammler mit der Büchse haben einen von Caritas oder Pfarrei ausgestellten Sammelausweis. Die Büchsen sind verschlossen, plombiert und haben eine offizielle Caritas-Banderole.
Wer per Überweisung spenden will, kann dies gerne tun: Konto 110 100 5 der Liga Bank Regensburg, BLZ 750 903 00.
Mehr Informationen: www.caritas-regensburg.de